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Neue Altarwand in der Auferstehungskirche wurde übergeben (18.09.2019)

Neue Altarwand in der Auferstehungskirche wurde übergeben

 

Im Gottesdienst am Samstagabend, 14.09.2019, wurde in der Dessauer Auferstehungskirche die neu gestaltete Altarrückwand in Dienst genommen. Kreisoberpfarrerin Annegret Friedrich-Berenbruch, Pfarrerin Ina Killyen und Gemeindeglieder gaben ihrer Freude und Dankbarkeit darüber Ausdruck.

 

Damit knüpft die Kirchengemeinde in der Dessauer Siedlung, ganz in Nähe des Bauhauses, an die originale Architektur des Kirchenbaus an, der 1929/1930 als Gemeindesaal nach Entwürfen von Helmut Conradi entstand. Die Altarseite der Kirche konnte damals von Osten durch einen Eingang betreten werden. Dies wird nun wieder möglich durch eine transluzente, also halbdurchsichtige Faltwand, deren Fenster die Glaskünstlerin Prof. Christine Triebsch von der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle gestaltet hat. Damit zeichnet sich die Auferstehungskirche in das Projekt „Lichtungen“ ein, das moderne Glasmalerei in historischen Kirchen in der Evangelischen Landeskirche Anhalts präsentiert. www.lichtungen-glasmalerei.de

 

Die Arbeit von Christine Triebsch nimmt Bezug auf die anderen Fenster der Auferstehungskirche, vor allem auf die Darstellung des Auferstandenen Christus von Max Baumann im oberen Abschnitt der Altarwand. Die von abstrakten Formen bestimmten Fenster des neuen Durchgangs sind überwiegend in Blautönen gehalten, ebenso wie die Neuausmalung des Chorraumes. „Mit dem ganz neuen Licht, in dem die Kirche nun erstrahlt, wird für uns als Christen deutlich und sichtbar, dass der Glauben an den auferstandenen Christus den Horizont erweitert und buchstäblich öffnet“, sagt Gemeinde- und Kreisoberpfarrerin Annegret Friedrich-Berenbruch.

 

Der Neugestaltung der Altarwand gingen seit 2016 Sanierungs- und Umbauarbeiten in der Auferstehungskirche voraus, bei denen unter anderem im Eingangsbereich eine Winterkirche entstand sowie neben der Kirche ein neues Gemeindebüro. Die Kosten für die Sanierung der Außenfassade und darin eingeschlossen die Neugestaltung der Altarwand liegen bei insgesamt rund 160.000 Euro. Davon kommen 50.000 Euro von der Evangelischen Landeskirche Anhalts, 41.000 Euro von Lotto Toto Sachsen-Anhalt und 70.000 Euro aus Eigenmitteln der Gemeinde. Umgesetzt wurden die Entwürfe von Christine Triebsch durch die renommierte Glaswerkstatt Peters aus Paderborn, die bereits in vielen anhaltischen Kirchen Glasarbeiten realisiert hat. Die Arbeiten werden vom Architekturbüro Dr. Ribbert / Saalmann / Dehmel in Magdeburg betreut. In einer Online-Spendenaktion der Gemeinde werden Bausteine www.kirchen-dessau-elbe.de symbolisch verkauft.

 

alle Fotos: Johannes Killyen

 



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