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Monatsgedanken

Wir befinden uns mitten in der Passionszeit – für viele auch die Fastenzeit. Mich würde brennend interessieren, ob Sie dieses Jahr fasten. Wenn ja – was? Und warum? Die eine möchte vielleicht mit dem Rauchen aufhören. Der andere hat gemerkt, dass ihm das Feierabendbier nicht so gut tut und nutzt die Fastenzeit, um es mal wegzulassen.

Neben den »7 Wochen ohne« gibt es auch die »7 Wochen mit«. Man nimmt sich vielleicht vor, den Tag mit einem Lächeln zu beginnen, täglich Sport zu machen oder sich zehn Minuten der biblischen Losung des Tages zu widmen. Ich mag die Fastenzeit, weil sie uns im Jahr einen festen Raum gibt, Gewohnheiten zu verändern oder einen Aspekt des Alltags anders zu sehen. Wir können die Tiefe des von Gott geschenkten Lebens erfahren. Nicht zu vergessen die Dankbarkeit, die wir verspüren, wenn wir nach sieben Wochen Verzicht wieder zugreifen können. Als Jugendliche habe ich immer recht streng gefastet, auch an Sonntagen machte ich keine Ausnahme. Schaffte ich es dann einen Tag doch nicht, die Süßigkeiten nicht anzurühren, verurteilte ich mich für meine Schwäche und war manchmal drauf und dran, aufzugeben. Inzwischen weiß ich, dass ich nachsichtiger mit mir und somit auch mit anderen sein darf. Nicht nur in der Fastenzeit. Für die verbleibenden Fastenwochen wünsche ich Ihnen das Ziel vor Augen und Mut zur Lücke!

Ihre Debora Zschucke